Auf nach München

May 8, 2018

Einige Trends vorweg

Wer auf die High End fährt, nimmt sich am besten drei Tage Zeit; denn darunter bleiben alle Entdeckungen mehr oder weniger Glückssache - sei denn, man hat seine Lieblinge vorher ausgewählt. Natürlich fallen auch heuer die ungewöhnlichen Lautsprecher zuerst auf, wobei die Vielzahl an technischen Möglichkeiten erstaunlich bleibt. Aktive Boxen, die auch gleich ein Streamingteil eingebaut haben, scheinen als Weiterentwicklung bei mehr Herstellern eingeplant zu sein, während Breitbänder oder Hörner für Feinspitze mit eher größerem Platzangebot angedacht sind.
Plattenspieler sind selbstverständlich die Augenweide auch für feinmechanisch interessierte Audiophile, und wenn man sich in München keinen dieser sündteuren Produkte leisten kann, so sind es doch immer die neuen (und auch gebrauchten) Vinyls und HD-Discs, die als Mitbringsel hohen Erinnerungswert besitzen. CD-Player/Laufwerke liegen nach wie vor im Rennen, dazu gleich mit einem DAC, der auch den Streamern taktvolles High-Resolution-Spiel angewöhnt. Das Angebot an HighRes - 24 Bit, bis 192 kHz Abtastrate, mitunter auch DSD - auf den bekannten Streaming-Plattformen ist schon sehr beachtlich, wobei derzeit in Europa wohl Qobuz (neuerdings mit Roon), Highresaudio und Tidal (mit MQA-Angebot) den größten Anteil bestreiten.

Project Stream Box 2S

Pro-Ject Audio: die Stream Box S2 Ultra

Hier gibt es noch einiges an Marktanteilen zu gewinnen. Bei den Geräten heißt es sich genau zu informieren, welche Streaming-Plattformen, Technologien und Anschlüsse vorbereitet und vorhanden sind, und ob auch bestehende CD-Sammlungen überspielt werden können. Vielfach findet man All-in-One-Streamer-Wandler, die dem Verstärker gleich die aufbereitete Datenkost weiterleiten. Verstärker wiederum, zeigen sich - bis auf puristische Röhrendesigns - schon seit Jahren zunehmend mit digitalen Features, seien es zahlreiche digitale Schnittstellen oder sogar auch mit Streaming-Optionen, was dann alle analogen und digitalen Weg gleich im Verstärker zusammenführt.

Apropos: Für alle, die im letzten November nicht bei den klangBildern sein konnten: Bert van der Wolf führt wieder seine exemplarischen Aufnahmen mit der neuesten Kombination Merging und Nadac Quartetto (mit Power und der legendären Clock) vor.

zurück